Die Tiefbauarbeiten für die Erschließung des Gewerbegebietes an der Magdeburg-Leipziger-Straße begannen im März dieses Jahres und sind inzwischen beendet. Nach dem jetzt erfolgten Einblasen der Kabel geht es im September weiter mit Montagearbeiten, wie dem Setzen von Glasfasermuffen in den Schachtanlagen sowie der Anschlussdosen bei den Kunden. Die Mehrheit der im Atzendorfer Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen hat sich für einen Glasfaser-Hausanschluss entschieden.
Marc Landgräbe, bei der Energie Mittelsachsen GmbH als Netzmeister u.a. auch für den Bereich Telekommunikation zuständig, bezeichnete die notwendige Querung der Landesstraße L50 als eine besondere Herausforderung: „Die Fahrbahn musste auf einer Länge von rund 85 Metern in geschlossener Bauweise mittels Spülbohrverfahren unterquert werden. Erst dadurch wurde eine Anbindung des Gewerbegebietes an unser vorhandenes Glasfasernetz möglich“. Aber auch hier verlief alles ohne Probleme.
Neben dem Gewerbegebiet wurden in Atzendorf auch Häuser in der Bauern- und Kirchstraße im Zuge des geförderten Ausbaus ans Glasfasernetz gebracht. In Summe wurden so rund 1.200 Meter Mikrorohrverbände verlegt – neben dem Spülborverfahren auch mittels Bodendurchschlagsrakete sowie in offener Bauweise mit Rohrgräben.
In bewährter Weise arbeiten GlasCom und EMS bei diesem Projekt mit regionalen Unternehmen zusammen, wie der Allgemeine Bauunternehmung GmbH aus Hecklingen (Tiefbau, Rohrbau & Kabel einblasen) und dem Vermessungsbüro Jordan (Bestandsvermessung). Ab September kommt bei den Montagearbeiten im Gewerbegebiet zudem die BHS Elektronik GmbH aus Calbe zum Einsatz.
Der geförderte Glasfaserausbau der GlasCom erfolgt derzeit darüber hinaus im nördlichen Bereich von Förderstedt.
Im September beginnt zudem die Erschließung der Athenslebener Chaussee zwischen Atzendorf und Löderburg-Lust. (ca. 1.300 m Tiefbau). Hier ist dann die Anbindung an das Glasfasernetz aus dem Gewerbegebiet Schacht VI geplant.
Ebenfalls für September vorgesehen sind die Montagearbeiten in der Kirchstraße in Löderburg, da auch hier die Tiefbauarbeiten bereits abgeschlossen sind.
Das Gesamtprojekt, einschließlich der Inbetriebnahme der dann insgesamt 228 Anschlusspunkte mit einer Gesamttiefbauleistung von nahezu 7.000 Metern, soll bis zum
27. August 2027 fertiggestellt werden.
Die GlasCom Salzlandkreis GmbH investiert in das Vorhaben rund 1,2 Millionen Euro. Die auf Grund der teils zerklüfteten Struktur in den Ortsteilen entstehende Wirtschaftlichkeitslücke unterstützt das Land Sachsen-Anhalt mit Fördermitteln.
Nach Realisierung des Förderprojektes wird auch die Nutzung bereits vorhandener GlasCom-Anschlüsse mit einer Bandbreite von bis zu 1.000 Mbit/s grundsätzlich möglich sein.



